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Extreme Schüchternheit überwinden (in Schule, Beruf, Party)
Es ist zwar denkbar, dass Schüchternheit angeboren ist und dass man sie “einfach in den Genen hat”, aber ich glaube nicht daran. Ich denke, dass sie ein “erlerntes” Verhaltensmuster ist. Es gibt viele Beispiele, in denen glückliche, muntere und offene Kinder, durch schlechte Eltern oder traumatische Erlebnisse verschlossen und introvertiert werden. Obwohl es unglaublich klingt, gibt es auch Veränderungen in die andere Richtung, wo aus schüchternen und ruhigen Kindern offene und kontaktfreudige werden. Es kommt nur auf die richtigen Mittel an, um das zu erreichen.
Die Wahrheit ist, dass sich jeder Aspekt Ihrer Persönlichkeit verändern kann. Der Geist ist formbar und damit lässt sich auch auf Dinge wie Flugangst, Alpträume und Schüchternheit Einfluss ausüben. Der Glaube an das “wahre Selbst” ist gefährlich, denn wenn wir sagen: “So bin ich eben.”, dann akzeptieren wir alles so wie es ist. Damit verschließen wir uns die Möglichkeit auf Verbesserung und persönliches Wachstum in der Zukunft. Wenn Sie an einer Seite Ihrer Persönlichkeit arbeiten, heißt das nicht, dass Sie eine andere vernachlässigen oder verändern. Sie bleiben immernoch Sie selbst – nur besser.
Wie unsere Psyche funktioniert
Um Ihre Gewohnheiten oder Einstellungen zu verändern, müssen Sie zuerst verstehen wie unser Geist arbeitet. Unser Gehirn nimmt ständig Informationen aller Arten – sogar das Unwichtige – auf. Wenn bestimmte Ideen oft genug wiederholt werden, entstehen daraus Ansichten und Verallgemeinerungen und diese bestimmen wie wir die Welt sehen und unser Verhalten.
Zum Beispiel hat man während der Zeit des Kalten Krieges viele Filme gedreht, in denen die Russen sehr schlechte Eigenschaften hatten – sie waren angefangen bei Rambo bis hin zu James-Bond-Filmen immer die Bösewichte. Durch solche Beeinflussung haben die Menschen das geglaubt (und manche glauben immer noch an das “evil empire”). Oder wenn jemand seinem Kind jeden Tag sagt, wie dumm und unfähig es ist, kann man nicht erwarten, dass es später ein großer Wissenschaftler wird.
Hat unser Gehirn eine Einstellung erst einmal angenommen, ignoriert es alle Informationen, die etwas anderes sagen. Der einzige Weg, mit dem man sich selbst “beeinflussen” kann, besteht deshalb aus ständiger Wiederholung der Dinge, die man sein möchte. Eine solche Veränderung muss immer von Ihnen selbst ausgehen. Wenn Sie einen unglücklichen Menschen zeigen wollen wie schön das Leben ist, können Sie ihm die besten Psychologen der Welt und schönsten Vergnügungen zur Verfügung stellen, aber wenn er selbst es nicht will, ist es unmöglich.
Aus dem Input, den Ihr Gehirn erhält, sind besonders die Dinge wichtig, die eine emotionale Reaktion hervorrufen. In Ihrem Gedächtnis wird nämlich eine Verknüpfung zwischen dem Ereignis und dem Gefühl erzeugt. Je stärker und häufiger das Gefühl ist, umso fester ist die Verbindung. Ein berühmtes Beispiel für diese Verknüpfung ist der sogenannte Pawlowsche Hund vom russischen Pysiologen Iwan Pawlow.

Er hatte bemerkt, dass Hunde jedesmal Speichel absondern, bevor sie gefüttert werden. Einige Wochen lang läutete er vor dem Füttern eine Glocke und die Hunde gewöhnten sich daran. Wenn anschließend die Glocke klingelte, sonderten die Hunde wieder Speichel ab, obwohl es kein Futter gab. Auf dieselbe Weise werden auch Menschen “programmiert”.
Ihr Gehirn lässt Sie meistens Dinge tun, die Ihnen Vergnügen bereiten, und vermeidet Dinge, die Ihnen Schmerz bereiten. Deshalb ist es so schwierig schlechte Gewohnheiten abzulegen. Manchmal wird Sie Ihr Gehirn auch sabotieren, wenn das Endergebnis (langfristiges Ziel) Ihnen Freude bereitet, weil eine der Tätigkeiten, die dorthin führen Ihnen Schmerz bereitet (kurzfristiges Ziel oder Erfahrung). Ein gutes Beispiel ist der Versuch sich das Rauchen abzugewöhnen oder abzunehmen.
Natürlich ist Ihr Gehirn nicht Ihr Gegner, sondern es möchte nur das beste für Sie. Deshalb handelt es so wie Ihre aktuellen Glaubenssätze und Ansichten sind, auch wenn das Ihren bewusst gesetzten Zielen entgegenläuft. Informationen und Fakten gehören zum Bewusstsein, dem Teil Ihrer Psyche, den Sie direkt beeinflussen können. (Internettipp: Seitensprungagentur) Das Unterbewusstsein hingegen ist subjektiv und arbeitet mit Bildern, Metaphern und Symbolen.
Mit diesem Hintergrund ist es viel leichter zu verstehen, was Schüchternheit bewirkt. Wenn Sie glauben, dass Sie nicht attraktiv sind oder dass Sie sich sowieso nur lächerlich machen, dann wirkt sich das auf Ihr Unterbewusstsein aus und beeinflusst letztendlich auch Ihr Bewusstsein. Einfacher ausgedrückt: Sie werden zu dem, was Sie glauben. Ausserdem gibt es noch peinliche und verletzende Momente in Ihrem Leben, die Sie jedesmal an Ihre Schüchternheit erinnern und sie weiter verstärken. Oft geht das jahrelang so und dieses Verhalten ist tief in uns verwurzelt.
Wie können Sie sich nun von Ihrer Schüchternheit befreien? Richtig, indem Sie Ihr Unterbewusstsein absichtlilch beeinflussen und ihm nur das “geben”, was gut für Sie ist. Alle Informationen, die von aussen zu Ihrem Gehirn dringen, werden entsprechend Ihrer geistigen Haltung von Ihnen kommentiert. Wenn Sie die aufgehende Sonne sehen, können Sie sich freuen, dass ein neuer, fantastischer Tag beginnt oder Sie können an Ihre Probleme denken und wünschen, dass er hoffentlich bald zu Ende geht. Das hängt nur von Ihnen ab, denn die Sonne ist neutral – sie scheint für jeden.
Ich sage nicht, dass Sie nie schlecht gelaunt sein dürfen, aber wenn Sie immer negativ sind, ist das ungesund und schlecht für Sie. Erlauben Sie sich ab heute nicht länger als zehn Minuten am Stück negativ oder niedergeschlagen zu sein. Finden Sie Wege, um sich aufzumuntern. Falls Ihre Umgebung oder Ihre Freunde Sie negativ beeinflussen, dann entfernen Sie sich so weit wie möglich von ihnen. Halten Sie einen Sicherheitsabstand von mindestens 20 Metern von ständig nörgelnden und jammernden Menschen. Eine Alternative wäre Ihre Freunde zu verändern bzw. zu Optimisten zu machenl, aber das ist so gut wie unmöglich.